Donnerstag, 20. Dezember 2007

Murdoch übernimmt Wall Street Journal

Der australische Medienmogul Rupert Murdoch (Eigentümer u.a. der New York Post) hat in der vergangenen Woche erfolgreich das amerikanische Wall Street Journal für ca. 5 Milliarden Dollar übernommen. Kritiker befürchten eine starke tendenzielle Veränderung innerhalb der Redaktion. So habe Murdoch trotz seiner Versprechen „unbeirrt ihre politische Linie weiter verfolgen", die New York Post nach seiner Übernahme im Jahr 1976 zu einer Boulevard-Zeitung gemacht. Der 76-jährige bekannte sich schon vor Monaten erneut zu seiner Vorliebe für den Boulevard-Journalismus. Experten befürchten, dass dem Wall Street Journal ein ähnliches Schicksal drohen könnte. Murdoch habe sich immer im Sinne seiner finanziellen sowie politischen Interessen eingemischt und so eine Veränderung des Mediums herbeigeführt. Anfang Dezember wurde bekannt, dass Murdochs Sohn James den Chefposten des Medienimperiums seines Vaters in Europa und Asien übernehmen werde. Dem Medienmogul gehören weit über 100 Zeitungen und 25 TV-Sender weltweit. Zudem ist Murdoch Eigentümer der 20th Century Fox-Filmstudios, sowie einigen weltweiten Online-Portalen (u.a. MySpace).

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Murdoch steht zudem auf dem zweiten Platz in der Rangliste der kommerziell erfolgreichsten Medienunternehmer des Forbes Magazines. Es wird geschätzt, dass heute zirka 2 Prozent der global vertriebenen Medien unter seinem Einfluss stehen.

 

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