Deutsche Zeitungs- und Zeitschriftenverlage sehen trotz der wachsenden Bedeutung der digitalen Medien weitgehend optimistisch in die Zukunft. Das zumindest ist eine der Aussagen des Print Media Dialogs 2007, der seit einigen Jahren von dem Druckmaschinenhersteller "Heidelberger" organisiert wird. Gleichzeitig will man im Internet stärker auf hochwertige und auch regionale Berichterstattung aufbauen. Hans-Ulrich Jörgens (Mitglied der Stern-Chefredaktion) bezeichnete die momentanen Online-Portalen der Printmedien als unzureichend. „Print und Internet funktionieren als Hybrid", sagte der Stern-Redakteur. Print und Digital müsssen daher stärker miteinander arbeiten und sich gegenseitig ergänzen.
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Dienstag, 4. Dezember 2007
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1 Kommentar:
Dass die digitalen Medien immer mehr an Bedeutung gewinnen spüren wir alle. Reihenweise stellen deutsche Verlage seit Monaten ihre Online-Portale um und erweitern diese stetig durch immer neue Features. Man hat sich von dem Schock der zurückgehenden Auflagenzahlen und des schwächelnden Anzeigengeschäfts im Print erholt. Immer mehr fängt man an, zu verstehen, wie man Leser bzw. User im digitalen Zeitalter erreichen kann. Es reicht nicht mehr, einfache Inhalte aus dem Printprodukten im Internet zu veröffentlichen. Spätestens seit Web 2.0 fast für jeden ein Begriff ist und nicht nur ein Fragezeichen, hat man verstanden, wie man den Leser bzw. User mit einbeziehen kann. Der Reichtum digitaler Ideen ist noch lange nicht ausgeschöpft. Es ist sehr wahrscheinlich, dass eine Generation heranwächst, die stärker denn je mit den digitalen Medien verbunden ist. Diese Medien haben noch längst nicht ihren Höhepunkt erreicht. An ein Ende der Printmedien ist denoch noch nicht in Sicht. Natürlich werden sich die digitalen Medien noch stärker ausbreiten, aber das Printprodukt bleibt, trotz zurückgehender Auflagenzahlen, erhalten. Es muss erhalten bleiben. Denn es bleibt ein Individuum, dass trotz digitaler Technik noch nicht in der Form zu ersetzen ist. Ausführliche Hintergrundberichterstattung und eine übersichtliche Zusammenfassung aktueller Ereignisse, egal in welchen Themenbereichen, werden mehr denn je eine wichtige Rolle für die Printmedien spielen. Denn trotz Notebooks, ist es für das menschliche Auge beispielsweise immer noch mühsam, lange Artikel über mehrere Seiten auf dem Bildschirm zu verfolgen. Praktisch kann uns das Notebook auch nicht überall, wie eine Zeitung, begleiten. Die Zeitung bleibt ein Individuum für die Zielgruppe. Die Aufgabe der Verlage wird sein, eine qualitative Kooperation von Print und Online zu schaffen. Eine Marke, zwei Medien, die sich gegenseitig ergänzen und bereichern. Denn letztendlich entscheidet die Marke, der Titel, wie erfolgreich ein Produkt wirklich ist.
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