Donnerstag, 17. Januar 2008

Gewinner & Verlierer 2007

IVW hat die aktuellen Zahlen des vierten Quartals 2007 veröffentlicht. Besonders im Bereich der TV- und Programmtitel sinken die Auflagen teilweise stark ab. Absoluter Gewinner ist das „Landlust“-Magazine.

Die Gewinner (IV/2007)
Landlust: + 137,1 %
Auto Test: +135,1 %
Chica: + 121,1 %
K-Club: + 64,7 %
Welt der Wunder: +55,1 %
In- Das Star & Style Magazin: +27,9 %
Neon: +18,0 %
Intouch: +16,8 %
Computer Bild: +8,8 %
TV Digital: +7,2 %

Die Verlierer (IV/2007)
Essen&Trinken für jeden Tag: -37,5%
TV4x7: -29,8 %
Computer-Bild Spiele: -27,6 %
Audio Video Foto Bild: -26,4 %
Neue Woche: -20,7%
TV pur: -17,5%
Frau im Trend: -15,3 %
TV14: -5,6 %
TV Movie: -4,5 %
BILD gesamt: -3,2 %

1 Kommentar:

Dan hat gesagt…

Das Jahr 2007 haben viele, vorallem die etablierten Zeitungs- und Zeitschriftengrößen mit einem leichten Verlust abgeschlossen. Alternative Magazine, wie das „Landlust"-Magazin können sich hingegen über ein großes Auflagen-Plus freuen. Bleibt die Frage, wie es in Zukunft mit der Printbranche in diesem und den kommenden Jahren weitergehen soll? Bauer und Klambt wagen sich auch in diesem Jahr mit jeweils einem neuen People-Magazin wieder nach vorne. Die Stimmen, die das Ende der gedruckten Medien verkünden, sind jedoch noch nicht verstummt und die Zahlen der Neuerscheinungen 2007, spiegeln die Unsicherheit innerhalb der Zeitungsbranche wieder. Zahlreiche Verlage Nur wenige Neuerscheinungen haben es im vergangenen Jahr geschafft, sich fest im Markt zu etablieren. Experten zufolge ist der Markt größtenteils gesättigt. Zum anderen müssen Neuerscheinungen immer schneller ihre Wirtschaftlichkeit unter Beweis stellen. So bleibt das Ziel, in möglichst kurzer Zeit eine Marke zu schaffen, die sich dauerhaft im Markt behaupten kann.

Im digitalen Zeitalter überlegen die Verlage daher zweimal, ob ein neues Produkt überhaupt marktfähig ist oder nicht, Die Angst vor einem „Versagen am Kiosk" ist groß, denn niemand vermag die Reaktion der Leser 100%-ig vorauszusagen. Verlage und Medienunternehmen setzen stattdesen weiter auf digitale Geschäftsmodelle und kaufen weiter fleißig ein. Neustes Beispiel ist die FAZ, die Medienberichten zu Folge das Finanzportal Xfinance übernehmen will. Bei den Online-Portalen folgt ein Relaunch dem Nächsten und jeder versucht, so weit wie möglich über den Tellerrand hinaus zu sehen. Man versucht zu erkennen, wo die Wege hingehen. So bekommt man den Eindruck, Verlage würden mit Portalen wie "StudiVZ" (Holtzbrinck) oder "ElitePartner" (Burda) einen größeren Gewinn erzielen, als mit ihrem ursprünglichen Kerngeschäft.

Das Printgeschäft wird denoch nicht zu Ende gehen. Die Zahl der Neuerscheinungen wird in gegensatz zu früheren Jahren, nicht mehr in Rekordhöhe schnellen und vielleicht werden bei dem ein oder anderen auch die Auflagenzahlen wieder zurück gehen. Verlage und Medienhäuser brauchen denoch ihre Printprodukte und müssen auch weiterhin auf diese setzen. Wer es einmal geschafft hat, aus einem Objekt eine Marke zu machen, kann sich mit dieser Marke vorausschauend in die Zukunft bewegen.

 

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