Sonntag, 16. Dezember 2007

Über Mindestlohn und Managergehälter

Unter dem Motto "Millionengehälter und Mindestlöhne - Wie viel Ungleichheit verträgt unser Land" diskutierten am heutigen Sonntag wieder Vetreter verschiedener Zeitungen im "Presseclub" (ARD) über die aktuellen Debatten der vergangenen Woche. Anwesend waren Dr. Rainer Hank (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung), Rudolf Hickel (Publizist), Henning Krumrey (Focus) und Franz Sommerfeld (Kölner Stadtanzeiger). Laut Hank solle man aus der aktuellen Diskussion erstmal wieder "die Luft rauslassen". Er sieht in der Debatte mehr ein Ungleichheitsproblem, bei der sich die Mitte vom Abstieg bedroht fühle. Der Publizist Rodolf Hickel sieht einen notwendigen Korrekturbedarf, seitens des Gesetzgebers und verteidigte zugleich den kürzlich beschlossenen Mindestlohn für Briefzusteller. Hank sprach hingegen von einem "Monopolkapitalismus", der einen hohen Gewinn für Post-Chef Zumwinkel gebracht habe. Henning Krumrey gab sich ebenfalls kritisch über den Mindestlohn, der seiner Meinung nach sehr stark Arbeitsplätze gefährde. Zur Debatte über die Gehälter von Managern äußerte er sich ebenfalls skeptisch. Es ginge die Öffentlichkeit nichts an, was ein Unternehmen seinen Managern zahlen würde.Überhaupt sei der Neid gegenüber den Unternehmern ein typisch "deutsches Phänomen". Bei Models, Sängern oder Sportlern würde so eine Diskussion auch nicht geführt werden. Einig ist man sich jedoch darüber, dass das Thema mit Blick auf die kommenden Landtagswahlen an Bedeutung gewonnen hat. Für das kommende Jahr rechne man zudem, mit einem Rückgang des Aufschwungs in Deutschland. Schuld daran sei vorallem die internationale Krise auf dem Finanzmarkt, hieß es abschließend.

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